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Sommerurlaub auf Kos

„Eine der ungriechischsten Inseln Griechenlands“. „Nichts los auf Kos“. „Hat uns dort nicht gefallen“. Das sind einige Aussagen, die wir vor unserem Urlaub auf Kos zu hören bekamen. Natürlich gab es auch sehr positive Berichte. Dennoch, so etwas verunsichert erst einmal – auch wenn man sich eigentlich gar nicht verunsichern lassen will.
Hätten wir doch eine andere Insel wählen sollen? Wäre Kreta nicht besser gewesen? Oder Korfu? Irgendwie hatte ich das Gefühl, das es gerade bei Kos viele negative oder zumindest verhaltenere Stimmen gab.

Nichts desto trotz, wir haben unseren Urlaub dieses Jahr auf der griechischen Insel Kos verbracht und können diese negativen Meinungen nicht teilen. Ganz im Gegenteil, wir fanden die Insel toll, haben vieles entdeckt und unternommen und haben eine klasse Zeit zusammen gehabt. Vielleicht tut auch die Reisezeit etwas dazu. Ich glaube im Juni ‚fühlt‘ sich die Insel komplett anders an als im August. Im Juni (vor allem bis zur letzten Juniwoche) ist noch sehr wenig los, es geht gemächlich zu und die ganze Insel scheint ein einziges Blütenmeer zu sein. Überall blühen Oleander, Bougainville und dutzend andere Pflanzen woran man sich fast nicht satt sehen kann.
Es gibt auf Kos so viel zu entdecken, dass es einem, trotz der überschaubaren Größe der Insel, auch in zwei Wochen nicht langweilig wird.

Die Insel Kos liegt in der östlichen Ägäis und ist die drittgrößte der Dodekanes-Inseln. Es gibt auf Kos tolle Hafenstädtchen, schöne Gebirge mit verschlafenen Bergdörfern, tolle Strände, Johanniter-Burgen, historische Ruinen, und nette Menschen. Und wenn das nicht reicht, liegen einige sehr lohnenswerte Ziele in Bootsreichweite.

In direkter Nachbarschaft gibt es im Norden Kalymnos – die Insel der Schwammtaucher, Zitrusplantagen und Kletterer die wir leider nicht besucht (zu wenig Zeit zumal die Kinder immer mal wieder Tage am Pool verbringen wollten) haben.

Im Süden von Kos liegt die Insel Nisyros welche ein Vulkan ist und die es uns ganz besonders angetan hat. Die Hafenstadt Mandraki mit dem über ihr auf Felsen liegenden Kloster ist wunderschön und unglaublich stimmungsvoll und wäre schon für sich allein die Überfahrt wert. Das andere Highlight ist natürlich die von bis zu vierhundert Meter hohen Felswänden umgebene Caldera mit dem Stefanos-Krater in den man hinabsteigen kann. Zu Nisyros werde ich auf jeden Fall einen eigenen Beitrag schreiben.

Östlich von Kos liegt die türkische Küste mit Bodrum in direkter Sichtweite und es ist kein Problem ein Tagesausflug dort hin zu machen.

Hinter den genannten Inseln liegen natürlich noch weitere Inseln die von Kos aus besucht werden können: Pserimos, Leros und Patmos. Selbst nach Rhodos fahren Fähren, für einen Tagesausflug ist es dort hin jedoch zu weit.

Als Hotel hatten wir uns das Mastichari Bay am Rand des Fischerdörfchens Mastichari ausgesucht und das war für uns ein voller Glücksgriff. Wir hatten eigentlich ein grosses Familienzimmer mit zwei Doppelbetten in einem Raum gebucht, doch bei Ankunft bekamen wir ein Upgrade auf ein riesiges zwei Zimmer Appartement geschenkt. Ein weiteres Highlight war das Essen. Von allen Hotelurlauben die ich bislang gemacht habe (das sind zugegebenermaßen nicht viele) war das Essen hier mit Abstand das Beste.

Wir hatten Halbpension gebucht, was für uns komplett ausreichend war. Zum einen waren wir an mehreren Tagen unterwegs um die Insel zu erkunden und zum anderen brauchten wir Erwachsenen dank eines üppigen Frühstücks mittags so gut wie nichts zum Essen.
Die Getränkepreise im Restaurant waren sehr moderat. Ein Flasche Wasser kostete – ebenso wie Softdrinks und Bier (jeweils im Glas) – 2,20 Euro. Eine Karaffe Rotwein (den ich persönlich recht gut fand) schlägt mit 6 Euro zu buche. Wer Mittags im Hotel essen möchte, kann das auch in der Taverne neben dem Pool tun. Tom hat dort meist eine Gyros Pita für 2,50 Euro gegessen und Paula nur eine Pita 0,80 Euro

Das Hotel Mastichari Bay liegt inmitten eines sehr schönen Blumengartens direkt am Meer. Durch aufgeschichtete Steine soll verhindert werden, dass die Brandung den Sand ins Meer zieht, doch verhindert dies auch den direkten Zugang zum Meer. Dieser ist entweder über zwei Stege oder über 2 kleine Buchten, an denen die schützenden Steine entfernt wurden, möglich. Optisch ist das also kein Traumstrand, schön ist es dort aber trotzdem und für Kinder genauso klasse wie an anderen Stränden.

Um den Rahmen des Artikels nicht zu sprengen, mache ich hier vorerst einmal Schluss und widme dann speziellen Erlebnissen und Ausflügen jeweils eigene Beiträge.

3FWB Corsica&Sardinia

Eine wirklich sehenswerte Dokumentation von und über drei Freunde, die für ihr Leben gerne Surfen, Boarden. Nach einem Tripp nach Marokko, besuchten sie im Februar und März 2015 in einem Womo Korsika und Sardinien um ohne Zwang ihren Leidenschaften nach zu gehen. Begleitet werden sie von Markus Klaes, der für die filmische Umsetzung des Abenteuers zuständig ist.

Dabei kommen neben den drei sympathischen Jungs auch lokale Grössen der genannten Disziplinen zu Wort. Der dabei entstandene Film könnte durchaus im Rahmen des ‚Banff Mountain Film Festivals‚ (das ich jedem nur wärmstens empfehlen kann, der gefallen an spannenden Outdoor Dokumentationen hat) gezeigt werden.

Schaut’s Euch an, es lohnt sich wirklich.

Roccapina - Eine der schönsten Buchten Korsikas
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Traumstrand Roccapina

Die Bucht von Roccapina mit ihrem steinernen Löwen, gehört zu meinen Lieblingsbuchten und das nicht nur auf Korsika. Die grandiose Landschaft zusammen mit dem Karibikstrand machen diese Bucht zu einer meiner Lieblingsbuchten überhaupt.

Folgt man der der N196 von Bonifacio aus in Richtung Sartene, zweigt bei den Koordinaten 41°30’55.6″N 8°56’59.8″E eine staubige, von Schlaglöchern durchsetzte Piste ab, bei welcher man sich links halten muss. Langsam fahrend ist die Piste in der Regel auch mit einem normalen PKW kein Problem. Irgendwann kommt man an eine hohe Schranke, die man bisher einfach aufdrücken kann, sofern man eine Dachbox drauf hat und nicht drunter hindurch passt. Hier fährt man einfach weiter bis man zu einem Parkplatz inmitten der Macchia gelangt. Jetzt kann man den Löwen auf seinem Granitfelsen thronen sehen und bald schon erhascht man die ersten Blicke auf die Bucht.

Die Bucht ist weit geschwungen und der weisse, feinsandige Wasser führt in das kristallklare Mittelmeer, das in den verschiedensten Grün- und Blautönen schimmert. Der Strand fällt nur sehr langsam ab, weshalb er sich perfekt auch für Familien mit kleinen Kindern eignet. Was man jedoch auf jeden Fall mitbringen sollte ist eine kleine Strandmuschel oder einen Sonnenschirm um sich vor der Sonne schützen zu können, denn natürlicher Schutz ist nur an sehr wenigen stellen vorhanden.

Der Sage nach ist der Löwe ein versteinert Lehnsherr, den die Einheimischen den ‚Löwen der Barbaren‘ nannten. Dieser hatte sich unsterblich in ein wunderschönes Mädchen aus einem benachbarten Dorf verliebt. Dies stiess ihn jedoch zurück, nachdem er versuchte sie gewaltsam zu seiner Frau zu machen. Als die junge Frau zu Tode kam traf ihn der Schlag und seither liegt er als Löwe versteinert auf den Granitfelsen.
Wahrscheinlicher ist, dass diese Felsformation durch Erosion entstanden ist. Die Krone sind Reste eines von Menschenhand errichtetem Genueserturms
Wat Pha Keo in Bangkok
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Thailand – eine Retrospektive

Wat Pha Keo in Bangkok

Wat Pha Keo in Bangkok

Thailand ist für mich ein ganz besonderes Land und das wird auch wahrscheinlich immer so bleiben. Es verkörpert wie nichts sonst meine Sehnsucht nach Exotik, nach Abenteuern, nach Andersartigkeit. Schon von klein auf war ich von Asien fasziniert, immer dann wenn Sendungen darüber im Fernseher gezeigt wurden, saß ich wie gebannt davor. Möglicherweise hänge ich aber auch deshalb so an Thailand, weil es das erste Land war in dem ich Südostasiatischen Boden betrat. Das war 1995 (meine Güte, sind das wirklich schon 20 Jahre?).

Damals flogen wir für 1016.- DM (Deutsche Mark) mit der rumänischen Tarom über Bukarest nach Bangkok. Dort angekommen und mit dem Loose (orangener Reiseführer, ihr kennt sie ;)) im Arm ging es per Taxi in die Kao San Road in das ‚Wallys Guest House‘, wo wir in einem stickigen Zimmer ohne Fenster unsere erste Nacht in Thailand verbrachten. Dort genossen wir unser erstes Thaifood und bestaunten die ersten buddhistischen Tempel unseres Lebens. Das war eine unglaublich Erfahrung. Wir sogen den Dunst des versmogten Bangkok in uns auf und wehrten uns erfolgreich gegen die TukTuk Mafia, welche uns dazu bringen wollte Edelsteine zu kaufen die man mit enormen Gewinn in Deutschland weiterverkaufen hätte können sollen.

Hand einer Buddha Statue in Sukothai

Hand einer Buddha Statue in Sukothai

Weiter ging es per Bus nach Sukothai und wieder zurück nach Bangkok. Als nächstes stand der Kaeng Krachan Nationalpark auf der Liste wo wir zelteten und es mit einem aggressiven Nashornvogel zu tun bekamen, der sämtliche Insassen des Camps dort tyrannisierte.
Weiter ging es nach Chumphon wo wir das Mitternachts Boot nach Ko Tao, vollgepackt mit Travellern, Lebensmitteln und einem Auto -eines der ersten auf der Insel-, nahmen.

Auf Ko Tao hatten wir uns den Sai Daeng Beach direkt gegenüber von Shark Island ausgesucht, der damals ausschliesslich per Boot erreichbar war. Unsere Hütte war einfach und das Bad ein dunkles Loch aber dennoch wollten wir nichts anderes. Die Nächte waren heiss und der ächzende Ventilator schaffte kaum Linderung so dass ich unzählige Stunden, im eigenen Saft bratend, wach lag. Dennoch, am Hang gelegen mit grandiosem Blick auf die Bucht war es das reinste Paradies.

Sonnenaufgang vor Ko Hai in der Andamanen See

Sonnenaufgang vor Ko Hai in der Andamanen See

Das zugehörige Restaurant war einfach und dennoch für uns reizvoller als jedes Sterne Restaurant. Was braucht man mehr als ein leckeres grünes Thai Curry und ein Singha Bier (Chang war damals nicht nicht sehr weit verbreitet) während man dem Meeresrauschen und dem aus den Lautsprecher dudelndem Thai Pop lauscht?

Die Tage verbrachten wir mit dem bestaunen der uns als begeisterte Mittelmeerschnorchler bis dato unbekannt bunten Unterwasserwelt. Korallen, Clownfische, Muränen und auch die ersten Haie, das waren einige der bleibendsten Momente in meinem Leben.

Beach vor dem Mountain View Resort auf Ko Lipe

Beach vor dem Mountain View Resort auf Ko Lipe

Nach einigen Tagen schipperten wir mit einem langsamen Boot weiter nach Ko Pha Ngan, einer Insel die bereits damals für die (in meinen Augen) unsägliche Full Moon Party bekannt war. Wir hatten eine kleine Hütte am Haad Yao Beach, an dem es damals ausschliesslich einfachere Bungalow Anlagen gab. Es war ein Traum.

Die letzte Station auf der damaligen Reise war eine einfache Bungalowanlage namens Moon Bungalows im Norden des Chaweng Beaches auf Ko Samui. Dieser galt bereits damals als überlaufen und dennoch war er aus heutiger Sicht betrachtet noch sehr ursprünglich und relaxed. Die 4 Sterne Hotels gab es bereits, jedoch überwogen noch die Bungalowanlagen und überall waren urige aus Bambus gebaute Bars am Strand zu finden.

Felsen vor Ko Hai

Felsen vor Ko Hai

Auch jetzt noch, nach vielen Jahren und vielen Reisen nach Südostasien und anderswo hin, ruft allein die Erwähnung des Namens Thailand eine tiefe Sehnsucht in mir hervor. Auch wenn ich weiß, dass sich Thailand enorm verändert hat und ich das Reisen heute komplett anders empfinde – die Sehnsucht ist irgendwie geblieben.

Wie ist das bei Euch? Habt ihr Länder oder Orte, bei denen es Euch genau so geht?

Restaurant auf Ko Lipe

Restaurant auf Ko Lipe

Ayutthaya bei Nacht

Ayutthaya bei Nacht

Straßenstände in Sukothai

Straßenstände in Sukothai

Tuk Tu auf den Straßen Bangkoks

Tuk Tu auf den Straßen Bangkoks

Hua Lamphong Train Station in Bangkok

Hua Lamphong Train Station in Bangkok

Wat Mahatat in Bangkok

Wat Mahatat in Bangkok

In der Nähe des Wat Arun

In der Nähe des Wat Arun